Die Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft

Ultraschall im ersten Schwangerschaftsdrittel

Bei der ersten Ultraschalluntersuchung zwischen der 6. und 9. Schwangerschaftswoche wird in erster Linie die Frage beurteilt, ob die Schwangerschaft normal angelegt ist und sich normal entwickelt. Handelt es sich vielleicht um eine Mehrlingsschwangerschaft? Das Schwangerschaftsalter wird genau bestimmt und der Entbindungstermin festgelegt.

Erst-Trimester-Screening ETS

Spezielle Ultraschall- und Blutuntersuchung im ersten Schwangerschaftsdrittel zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche zum frühen Ausschluss von Organfehlbildungen und zur Überprüfung des Risikos chromosomaler Auffälligkeiten (z.B. Trisomie 21, Down-Syndrom)

1. HOCHAUFLÖSENDER ULTRASCHALL

Messung der NackentransparenzDurch die Messung der Nackentransparenz (ein kleiner Flüssigkeitsspalt im kindlichen Nackenbereich), sowie der Kontrolle des Nasenbeinknochens kann eine Abschätzung des individuellen Risikos für eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) erfolgen. Auch können hierbei frühe Hinweiszeichen auf einen möglichen Herzfehler oder eine Herzerkrankung untersucht werden.

Gleichzeitig erfolgt eine sehr genaue Beurteilung, um Fehlbildungen der Organe oder der Gliedmaßen auszuschließen. Dabei wird der Fetus auch mit 3D und 4D Ultraschall (dreidimensionale videoähnliche Darstellung) untersucht. Auch lässt sich schon sehr früh das Vorliegen eines offenen Rückens (Spina bifida) ausschließen. Durch Farbdopplerultraschall kann die kindliche Herzaktion, sowie der Blutfluss in der Nabelschnur und in kindlichen Blutgefäßen dargestellt werden.

2. BLUTUNTERSUCHUNG

Blutflußmessung und HerzaktionDurch die Untersuchung von zwei Blutwerten, der Konzentration des Eiweißstoffes PAPP-A und des Schwangerschaftshormons freies ß-HCG im mütterlichen Blut kann ebenso eine Risikoabschätzung erfolgen. In Verbindung mit der Ultraschalluntersuchung lässt sich eine Erkennungsrate von 90 % erreichen.

3. RISIKOBERECHNUNG

Fetus 12. Woche in 3D-SichtAus folgenden Faktoren berechnen wir dann Ihr persönliches Risiko zum Zeitpunkt der Untersuchung:
1. das mütterliche Alter,
2. das genaue Alter der Schwangerschaft,
3. die Breite der Nackentransparenz des ungeborenen Kindes,
4. die Darstellbarkeit des kindlichen Nasenbeins,
5. die Konzentration der Blutwerte PAPP-A und ß-HCG

Diese Untersuchung ist kein Bestandteil der Schwangerschaftsvorsorge nach den „Mutterschaftsrichtlinien“, sondern geht darüber hinaus. Sie ist daher keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Für die Untersuchung berechnen wir 105,-€ ( GOÄ415,401,A1008 und für die Beratung und Blutentnahme 15,-€ ( GOÄ 1,250 ). Zusammen 120,- €. Die Blutproben werden zum Labor gesandt. Dort erfolgen die Bestimmungen der Laborwerte, sowie die Auswertung und die Risikoberechnung. Über diese Kosten erhalten Sie eine Rechnung vom Labor in Höhe von 50,- €.

Die Ultraschall Untersuchung ist qualitätszertifiziert nach der Fetal Medicine Foundation und wird durchgeführt nach den Qualitäts - Standards der speziellen Pränataldiagnostik DEGUM Stufe II.

Auffällige Befunde beim Erst-Trimester-Screening können durch weitergehende Untersuchungen (Fruchtwasserpunktion, weitere Ultraschalldiagnostik u.s.w.) abgeklärt werden. Bei entsprechendem Verdacht werden dann die folgenden Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Ultraschall im zweiten Schwangerschaftsdrittel

Organ-Screening (Feindiagnostik)

Fetales Gesicht in 3D AnsichtBeim Organscreening (Feindiagnostik) in der 22. Schwangerschaftswoche werden die Organe, das Herz und das Gehirn des ungeborenen Kindes untersucht. In dieser Schwangerschaftswoche sind die Bedingungen optimal, um die Körperformen des Fetus darzustellen. Auch wird das Kind genau ausgemessen, um die Proportionen zu ermitteln und das Wachstum zu überprüfen.

Ebenso werden die Fruchtwassermenge und das Aussehen der Plazenta beurteilt. Auch eine Bestimmung von Größe und Gewicht des Kindes gehört immer mit zum Inhalt der Feindiagnostik.

Herz mit vier Herzkammern 22. WocheWeiterer Bestandteil dieser Untersuchung ist die Beurteilung des kindlichen Herzens und die Darstellung der großen Blutgefäße. Diese Untersuchung heißt fetale Echokardiographie.

Hierbei wird die Größe, Symmetrie und die Lage des Herzens untersucht. Es wird der Herzrhythmus und die Funktion der Herzklappen beurteilt. Die Anatomie der Herzstrukturen wird ebenso untersucht wie die Lage der großen Blutgefäße, die zum Herzen hin - und vom Herzen wegführen. Diese werden mit Farb-Ultraschall dargestellt.

Farbdoppler Ultraschall der Nabelschnur DurchblutungMit der Farbdopplersonographie kann die Durchblutung der Nabelschnur untersucht werden. Auch kann der Blutfluss in anderen Blutgefäßen gemessen werden, wodurch eine Aussage über den kindlichen Kreislauf möglich ist.

Mit der Messung der Blutströmung in mütterlichen Blutgefäßen, die zur Gebärmutter hinführen, lässt sich die Funktion der Plazenta beurteilen. So kann die Versorgung des Kindes überprüft werden und es ist möglich,schon frühzeitig eventuelle Risiken für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft zu erkennen.

Wirbelsäule in 3DBestandteil der Feindiagnostik ist immer der 3D/4D Ultraschall. So ist es noch besser möglich, Fehlbildungen auszuschließen und das ungeborene Kind zu untersuchen. Hände und Füße lassen sich besonders gut darstellen und auch das Gesicht lässt sich bei guter Lage des Kindes sehr gut beurteilen. Ebenso kann die kindliche Wirbelsäule im 3D Ultraschall dargestellt werden, um einen offenen Rücken (spina bifida) auszuschließen.

Insbesondere auch Fehlbildungen des kindlichen Gehirnes können durch Darstellung in der 3D/4D Sonographie ausgeschlossen werden  Dies bezeichnet man als Neurosonographie.

Als 3D Ultraschall bezeichnet man ein dreidimensionales Bild z.B. des kindlichen Gesichtes, mit 4D Ultraschall lassen sich Bewegungen des Kindes wie bei einer Video-Aufnahme darstellen.

Die Untersuchung dauert ungefähr 30-40 Minuten und wird nach den Qualitätsrichtlinien der speziellen Pränataldiagnostik der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin - Stufe II - durchgeführt. ( DEGUM II )

Es wird ein Mädchen        Flyer Ersttrimester-Screening       Flyer Organ-Screening           Es wird ein Junge

Ultraschalluntersuchung letztes Schwangerschaftsdrittel

Es dient die Ultraschalluntersuchung vor allem der Kontrolle des kindlichen Wachstums. Durch Untersuchung und Beurteilung der Blutströme in wichtigen kindlichen und mütterlichen Blutgefäßen (Farbdoppler-Sonographie) werden die Funktionen der Plazenta beurteilt sowie kindliche Gefahrenzustände erkannt. Diese Untersuchung wird in der Regel zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Ebenso kann diese Untersuchung Hinweise geben, ob eine Risiko für die Entwicklung einer Gestose vorliegen kann (eine Erkrankung in der Schwangerschaft, die mit erhöhten Blutdruckwerten, Eiweißausscheidung im Urin sowie vermehrten Wasseransammlungen (Ödeme) einhergehen kann). Diese Information über die Versorgungslage des ungeborenen Kindes ist besonders wichtig bei allen Formen von verzögertem Wachstum, Auffälligkeiten des Fruchtwassers sowie Auffälligkeiten in der Plazenta-Struktur.

Zu diesem Schwangerschaftszeitpunkt lassen sich kindliche Strukturen auch sehr gut im 3D-/4D-Life-Ultraschall beurteilen. Bei günstiger Kindslage lassen sich sehr schöne Aufnahmen vom fetalen Gesicht, den Extremitäten oder auch vom Geschlechtsteil (Junge oder Mädchen?) machen. In unserer Praxis besteht die Möglichkeit, 4D-Life-Ultraschallaufnahmen auf DVD aufnehmen zu lassen.

Die 3D-/4D-Sonographie bringt somit eine Verbesserung in der Diagnostik kindlicher Fehlbildungen und ist somit ein wesentlicher Fortschritt in der pränatalen Diagnostik.

Auch Ultraschalluntersuchungen im weiteren Schwangerschaftsverlauf (um die 36. bis 38. Woche) sind sehr wichtig, um das weitere Wachstum des Kindes sowie die Funktion der Plazenta zu beurteilen. Auch bei diesen Untersuchungen kann die Farbdoppler-Sonographie weitere wertvolle Hinweise über den Zustand und die Sauerstoffversorgung des Kindes liefern.

Auch um den Entbindungstermin herum ist eine Ultraschalluntersuchung wichtig, um die genaue Größe des Kindes sowie die Lage vor der zu erwartenden Geburt zu bestimmen. Auch hierbei kann eine Farbdoppler-Sonographie sinnvoll sein, um die Versorgungslage des Kindes zu beurteilen.

Bei weiteren Fragen zum Thema Ultraschall besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Pränatal-Medizin und Genetik in Düsseldorf unter Leitung von Herrn Priv.-Doz. Peter Kozlowski. Dort besteht die Möglichkeit einer humangenetischen Beratung, ebenso werden in diesem Institut Amniozentesen und alle weiteren Verfahren der Pränatal-Diagnostik durchgeführt.

Weitere Informationen zum Thema Ultraschall in der Schwangerschaft und Pränatal-Diagnostik sowie 3D- und 4D-Ultraschall erhalten Sie in meiner Praxis.

Startseite: http://www.dr-verena-moesch.de